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Amazon CPM Ads

Erfahrungen in Deutschland (noch) ernüchternd

Amazon CPM Ads

Amazon stellt nun ein Erlösmodell auf TKP-Basis (Tausend-Kontakt-Preis) zur Verfügung und bietet damit eine Ergänzung zur Affiliate Partnerschaft auf CPO-Basis (Cost per Order). Ein Erfahrungsbericht.

Das CPM Ad Modell von Amazon ist bisher noch nicht über das deutsche Partner Portal erreichbar. Dennoch lässt es sich seit Oktober in Deutschland nutzen, wenn man sich einen US Account zulegt. Ich habe das TKP-Model testweise auf einer deutschen Seite eingesetzt und kann nun erste Erfahrungen teilen. Das Volumen ist in meinem Case niedrig, sollte aber fürs Erste genügen, um Einblicke zu bieten.

Einrichtung und Banner-Formate

Jede Website, auf der man die Werbemittel einbinden möchte, muss ein Mal angelegt werden. Nun können AdTags generiert werden. Es stehen vier Formate zur Auswahl: Rectangle, Skyscraper, Wide Skyscraper und Superbanner. Es wird neben dem Format nur noch ein eindeutiger Name für den Ad Slot bestimmt, ein Ziel-CPM und ein Ad-Code für den Fallback, falls Amazon selbst kein Inventar für den gewünschten TKP liefern kann, vergeben. Hier kann beispielsweise Google Adsense oder eigene Werbebanner eingesetzt werden.

Der genierierte Ad Code kann dann direkt auf der Seite eingebunden werden. Änderungen des Target CPM und des Fallbacks sind auch im Nachhinein möglich.

Geringe Fill Rate, Wirksamkeit des Target CPM fragwürdig

Ich habe den Eindruck, dass mein gewählter Target CPM (Cost per Mile) bisher keine Auswirkung hatte. Ein niedrig gewählter CPM sollte eine hohe Fill Rate bewirken. Die Belieferung schwankte bei mir bisher zwischen anfangs 12 Prozent und liegt aktuell bei 8 Prozent. In der Regel muss man schon einige Seitenaufrufe generieren, um mal ein Werbmittel aus dem Inventar von Amazon zu Gesicht zu bekommen. Andernfalls wird der Ad Request des Fallbacks gespielt. In diesem Fall nur ein Hinweis in Text-Form:


Reporting und Auszahlung

Wenn man die deataillierten Reporting-Möglichkeiten von Google Adsense gewohnt ist, wirkt das Dashboard der Amazon CPM Ads doch sehr spartanisch. Die einzige Filtermöglichkeit liegt in der Zeitauswahl, welche für die vergangenen 7 oder 30 Tage aufgerufen werden kann. Alles was darüber hinaus geht, wird nur noch als Umsatzsumme im Auszahlungs-Report gelistet.

Reporting Amazon CPM Ads

Amazon CPM Ads Reporting-Dashboard

Die Umsätze aus der Display Vermarktung werden 60 Tage nach Abschluss eines Kalendermonats ausgezahlt. Wie in den klassischen Affiliate Accounts wird das Guthaben aus den USA nur via Auslandscheck oder Gutschein nach Deutschland versendet. Überweisung oder PayPal gibt es leider nicht.

Fazit zum Einsatz der Amazon CPM Ads

Der effektive Preis pro Tausend Seitenaufrufe ist durch die niedrige Fill Rate gering. Es empfiehlt sich daher ergänzend Google Adsense als Fallback einzusetzen. Das Inventar scheint gering zu sein (bewusst habe ich bisher seitens Amazon immer nur einen Werbekunden mit seinen Bannern gesehen). Wenn hier der Vertrieb mal etwas in die Spur kommt, sollte sich die Fill Rate automatisch bessern. Auf meiner Testseite mit monatlich 40.000 Seitenaufrufen werden mit zwei Banner-Flächen 22 Dollar Umsatz generiert. Mit einer dritten Fläche ließe sich das auf gute 30 Dollar monatlich erhöhen. Das ist nur etwas mehr als nix. ABER: ich denke, Amazon wird sich mit diesem Modell etablieren. Zumal es super einfach eingerichtet ist und in friedlicher Koexistenz mit Adsense und anderen Werbemitteln laufen kann.

Über den Autor
Hans-Jürgen ist Gründer von valao digital und hilft damit Selbstständigen und kleinen Unternehmen bei der Planung und Umsetzung effektiver Online-Strategien. Mehr dazu
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